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der Glaube

Der Glaube – das Glauben – die Glaubenden

Seit es Menschen gibt, gibt es auch die Frage nach über den Menschen stehenden Mächten, die es gut oder weniger gut mit den Menschen meinen, und den Glauben oder Nicht-Glauben an sie. Unterschiedliche Vorstellungen und Religionen sind entstanden, haben sich verändert, sind verschwunden. Die Sache mit dem Glauben ist im Fluss, verändert sich mit den Zeiten und den Menschen, die in ihnen leben. Eine ebenso alte Frage ist die danach, woher wir denn von diesen Mächten soviel erfahren, dass  wir bereit sind, an sie zu glauben. Ich möchte dabei keine allgemeine Betrachtung machen, sondern auf unser jüdisch-christliches Erbe schauen: Gott offenbart sich den Menschen, macht sich den Menschen bekannt. Ohne sein Aktivwerden könnten Menschen nichts von ihm wissen (Karl Barth). Dazu passen Berichte der Bibel wie: Gott spricht mit Noah und Abraham, offenbart sich dem Mose in einem brennenden Dornbusch; Jesus spricht mit Saulus-Paulus als Lichterscheinung. Paul Tillich nennt das allumfassend Seiende Essenz. Aus dieser Essenz stammen wir, stehen aus ihr heraus und gelangen zur Existenz (lateinisch von Herausstehen). Wir stehen aber immer noch in der Essenz, und deshalb wissen wir vom allumfassend Seienden, von Gott. Dazu passen biblische Berichte wie: Gott schuf den Menschen nach seinem Bild als Mann und Frau; Gott hat den Menschen nur wenig niedriger gemacht als sich selbst; solange wir im Leib wohnen, weilen wir fern von Gott, denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.

Glauben kann anfangen, wachsen und gestärkt werden, Glauben kann aufhören (Jesus sagt zu Simon Petrus: Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre (Lukas 22,32)). Glauben wir den biblischen Aussagen, woran Glaube zu erkennen sei, sind wir alle Nicht-Glaubende. Jesus sagt (Matthäus 17,20): „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berg: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.“ Oder  (Markus 9,23): „Alle Dinge sind möglich denen, die da glauben“. Oder (Markus 11,24): „Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden“. Glauben zu haben, wäre ein Gewinn – nicht um Berge zu versetzen, sondern für unser Leben miteinander, für Menschlichkeit, für unsere Welt: Im Glauben kann ohne Furcht gelebt werden (Markus 5,36: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“). Glaubende haben keine Finsternis („Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, die an mich glauben, nicht in der Finsternis bleiben“, Johannes 12,46), leiden weder Hunger noch Durst („Ich bin das Brot des Lebens. Die zur mir kommen, die werden nicht hungern; und die an mich glauben, werden nimmermehr dürsten“, Johannes 6,35), erlangen ewiges Leben („Die an mich glauben, die haben das ewige Leben“, Johannes 6,47). Durch den Glauben sind wir Gottes Kinder (Galater 3,26).

Glauben lässt sich, denke ich, nicht „machen“. Beschließen „ich glaube jetzt“, das geht nicht. Vielleicht wohnt uns Glaube inne, weil wir im Urgrund des Seins verwurzelt sind (Paul Tillich) und wir die Erfahrung machen, Gott ist da (Karl Barth). Letztendlich können wir wohl alle, wie schon vor über 2000 Jahren Pauls, sagen: Unser Wissen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1. Korinther 13). Von der Liebe heißt es: „Gott ist die Liebe; und die in der Liebe bleiben, die bleiben in Gott und Gott in ihnen“ (1. Johannes 4,16).

Gollwitzer: Womit bekommt man es zu tun, wenn man es mit dem Evangelium zu tun bekommt?

1. Nichts ist gleichgültig. Ich bin nicht gleichgültig.

2. Alles, was wir tun, hat unendliche Perspektiven – Folgen bis in die Ewigkeit; es hört nichts auf.

3. Es bleibt nichts vergessen. Es kommt alles noch einmal zur Sprache.

4. Wir kommen aus Licht und gehen in Licht.

5. Wir sind geliebter als wir es wissen.

6. Wir werden an unvernünftig hohen Maßstäben gemessen.

7. Wir sind auf einen Lauf nach vorne mitgenommen, der uns den Atem verschlägt; Sünde = nicht mitkommen; Bitte um Vergebung = trotzdem nicht abgehängt werden.

8. Es geht nichts verloren.

9. Die Philosophen sprechen von der Suche nach Gott; aber das ist, wie wenn man von einer Suche der Maus nach der Katze spräche. Wir sind auf der Flucht – und es wird uns auf die Dauer nicht gelingen. Es wird uns zu unserem Glück nicht gelingen.

10. Wir sind nicht allein.

11. Wir sind nie allein.

14. Es kann mir nichts geschehen – Ich bin in größter Gefahr.

15. Es lohnt sich zu leben.