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Glaubensbekenntnisse

NICÄNUM
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht von Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, allgemeine
und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung
der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
 

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott,
der die Welt nicht fertig geschaffen hat wie ein Ding,
das immer so bleiben muss;
der nicht nach ewigen Gesetzen regiert, die unabänderlich gelten,
nicht nach natürlichen Ordnungen von Armen und Reichen, Sachverständigen und Uniformierten,
Herrschenden und Ausgelieferten.
Ich glaube an Gott,
der den Widerspruch des Lebendigen will
und die Veränderung aller Zustände durch unsere Arbeit,
durch unsere Politik.

Ich glaube an Jesus Christus,
der Recht hatte, als er – ein Einzelner, der nichts machen kann, genau wie wir – an der Veränderung aller Zustände arbeitete und darüber zugrunde ging.
An ihm messe und erkenne ich, wie unsere Intelligenz verkrüppelt,
unsere Phantasie erstickt,
unsere Anstrengung vertan ist, weil wir nicht leben, wie er lebte.
Jeden Tag habe ich Angst, dass er umsonst gestorben ist,
weil wir seine Revolution verraten haben,
weil er in unseren Kirchen verscharrt ist.
Ich glaube an Jesus Christus,
der aufersteht in unser Leben,
dass wir frei werden von Vorurteilen und Anmaßung,
von Angst und Hass
und seine Revolution weitertreiben auf sein Reich hin.

Ich glaube an den Geist,
der mit Jesus in die Welt gekommen ist,
an die Gemeinschaft aller Völker
und unsere Verantwortung für das, was aus dieser, unserer Erde wird:
Ein Tal voll Jammer, Hunger und Gewalt
oder die Stadt Gottes.
Ich glaube an den gerechten Frieden, der herstellbar ist,
an die Möglichkeit eines sinnvollen Lebens für alle Menschen,
und an die Zukunft dieser Welt Gottes. Amen.
 

Glaubensbekenntnis
Ich glaube ab Gott, den Vater:
Er hat diese Welt für alle Menschen geschaffen.
Darum finde ich mich nicht ab
mit der Teilung der Menschheit
in Reiche und Arme,
Sachverständige und Unwissende,
Machthaber und Machtlose.
Ich glaube an Gott, den Vater:
Der Vater erlaubt keinem seiner Söhne und Töchter,
jemanden zu ihrem Knecht zu machen.

Ich glaube an Jesus Christus:
Er nennt alle Menschen seine Brüder und Schwestern.
Darum finde ich mich nicht ab
mit der Teilung der Menschheit
in Menschen erster und zweiter Klasse.
Sein Tod hat allen Menschen
gleiche Freiheit geschenkt.
Sein Auftrag hat alle Menschen berufen,
ihre Freiheit miteinander zu teilen.
Ich glaube an Jesus Christus:
Der Herr ermutigt seine Schwestern und Brüder,
einander Freiheit zu schenken
und damit auf sein Reich zu hoffen.

Ich glaube an den Heiligen Geist:
Er weckt Mut und Phantasie.
Darum finde ich mich nicht ab
mit der scheinbar immer gleichen
unmenschlichen Ordnung dieser Welt.
Gottes Geist ermutigt Feinde,
einander zu vergeben und Frieden zu stiften.
Er gibt uns offene Augen
für die Gefangenen, die Ausgestoßenen,
die Opfer der Gewalt und die Abgehetzten.
In ihnen werden wir Christus begegnen.
Ich glaube an den Heiligen Geist:
Gottes Geist weckt Mut und Phantasie,
gerechtere Ordnung
und menschlichere Zukunft zu schaffen. Amen.
 

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott,
der diese Welt geschaffen hat,
damit Glück und Frieden sich ausbreiten;
der es nicht zulassen will,
dass Menschen in Hunger und Elend bleiben
und sich gegenseitig töten.
Ich glaube, dass Gott die größte Macht hat
und dass ich mich auf ihn verlassen kann.
Ich glaube, dass Gott nicht nur ein Gott der Menschen,
sondern auch der Tiere und der Pflanzen ist.
Ich glaube, dass Gott für mich das Leben will und nicht den Tod,
die Freude und die Traurigkeit und dass er immer bei mir ist bis in alle Ewigkeit.
Ich glaube, dass Jesus so gelebt hat,
wie wir leben sollten. Er half den Menschen, heilte sie und verzichtete auf Gewalt.
Ihm waren alle Menschen gleich viel wert.
Er half denen, die in Not waren
und ist für die Menschheit gestorben.
Er ist auferstanden;
denn durch ihn
ist ein neuer Geist in die Welt gekommen.
Ich glaube an die heilige christliche Kirche,
dass keiner unterdrückt wird
und alle Menschen als gleich angesehen werden.
Ich glaube auch an den Heiligen Geist,
dessen Kraft in der Kirche wirkt
und uns alle beschützt, verbindet
und uns Mut gibt,
für Gerechtigkeit, Anerkennung und Frieden
in der Welt zu kämpfen.
Amen
 

Glaubensbekenntnis
AG Junge Gemeinde Thomaskirche Wuppertal
Wir glauben an Gott.
Er ist der Vater Jesu Christi.
Er ist auch unser Vater.
Er hat die Welt geschaffen.
Er hat uns Menschen nach seinem Bild gemacht.
Alles Leben gehört ihm.
Er lenkt die Geschicke unserer Erde.
Ihm vertrauen wir uns an.
Wir glauben, dass Gott in Jesus Christus
zu uns gekommen ist.
Er hat wie wir als Mensch gelebt.
Er war jedem Freund und Diener zugleich:
Er half und heilte.
Auf Gewalt und äußere Macht hat er verzichtet.
Und darum musste er leiden,
darum starb er am Kreuz.
Aber Gott gab ihm neues Leben.
Durch seine Auferstehung wird uns klar,
wie sehr Gott die Menschen liebt.
Er will auch mit uns neu anfangen
und vergibt uns unsere Schuld.
Wir glauben, dass durch Jesus Christus
ein neuer Geist zu uns gekommen ist:
Gottes Heiliger Geist.
In ihm schließt Gott uns zusammen
zu einer weltweiten Kirche.
Von vielen Gefahren sind wir bedroht,
doch er nimmt uns die Furcht.
Er nimmt uns die Angst auch vor Tod und Gericht.
Er gibt uns den Mut,
uns in der Gemeinschaft seiner Freunde einzusetzen für Gerechtigkeit und Frieden.
Amen.
 

Glaubensbekenntnis
Dorothee Sölle
Ich glaube, dass Jesus Christus war, was wir sein sollten:
Bruder und Freund aller, die ihn brauchten.
Weil er liebte, musste er leiden.
Weil er so weit ging, musste er sterben.
Aber er starb nicht umsonst und unterlag in Wahrheit nicht.
Er wird das letzte Wort behalten,
und alle, die Toten, die Lebenden und die Kommenden
müssen sich messen lassen an ihm.
Ich glaube, dass mit Jesus ein neuer Geist in die Welt kam,
der die verfeindeten Menschen miteinander sprechen lehrt
und ihnen zeigt, dass sie Geschwister sind;
der uns ermutigt, den Aufstand der Liebe gegen den Hass fortzusetzen;
der unser Urteil schärft,
die Verzweiflung überwindet
und aus Irrwegen des Lebens herausführt.
Ich glaube, dass mein Leben einen höchsten Sinn erhalten kann,
wenn ich mich an Jesus orientiere.
Dann schrecke ich nicht zurück
vor den Gefahren und Widersprüchen des Lebens.
Ich glaube, dass ich durch Jesus Christus erfahre, was Gott vermag.
So wie ich verdanken sich ihm alle Menschen,
auch wenn sie es nicht wissen.
So wie mich rief er die ganze Welt ins Dasein.
Ihm gehört die Welt,
ihm sind wir verantwortlich in allem, was wir tun.
Ich verstehe, was die Lebensaufgabe aller Menschen ist:
Frieden und Gerechtigkeit schaffen
Und Ehrfurcht vor allem Lebendigen zu spüren.
Amen.
 

Glaubensbekenntnis einer Frau
Bärbel Wartenberg-Potter
Ich glaube an Gott,
der Frau und Mann zum Bilde Gottes schuf,
der auch die Welt schuf
und beiderlei Geschlecht
die Erde zu treuen Händen übergab.
Ich glaube an Jesus,
Kind von Gott,
von Gott auserwählt,
von Maria, einer Frau, geboren,
der den Frauen zuhörte und sie gern hatte,
der in ihren Häusern war,
der über das Reich Gottes mit ihnen sprach,
der Jüngerinnen hatte, die ihm nachfolgten
und ihn auch finanzierten.
Ich glaube an Jesus,
der mit einer Frau am Brunnen
über Theologie sprach
und ihr zuerst anvertraute,
dass er der Messias sei,
so dass sie hinging und in der Stadt
die große Neuigkeit herumsagte.
Ich glaube an Jesus,
der sich salben ließ von einer Frau in Simons Haus,
der die männlichen Gäste zurechtwies,
die sich darüber empörten.
Ich glaube an Jesus,
der sagte, dass man an diese Frau und ihre Tat
denken wird -
ein Dienst an Jesus.
Ich glaube an Jesus,
der eine Frau am Sabbat heilte
und sie wieder aufrichtete,
denn sie war ein Mensch.

Ich glaube an Jesus,
der von Gott sprach
als von einer Frau, die den verlorenen Groschen sucht,
als von einer Frau, die das Haus kehrt,
um das Verlorene zu finden.
Ich glaube an Jesus,
der Schwangerschaft und Geburt
mit Ehrfurcht ansah
und nicht als Strafe - sondern
als ein Geschehen,
wo sich eins aus dem anderen losreißt,
ein Sinnbild für Umwandlung;
wiedergeboren
aus dem Schmerz hinein in Freude.
Ich glaube an Jesus,
der von sich sprach
als einer Glucke,
die ihre Küken unter
ihren Flügeln versammelt.
Ich glaube an Jesus, der zuerst
Maria Magdalena erschien
und sie mit der aufrührenden Botschaft losschickte:
Geh und sag es den anderen ...
Ich glaube an den alles umfassenden Erlöser,
für den es weder Juden noch Griechen,
weder Sklaven noch Freie,
weder Mann noch Frau gibt,
denn wir sind alle eins in der Erlösung durch ihn.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die sich über die Wasser der Schöpfung
und über die Erde hinbewegt.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
den weiblichen Geist Gottes,
die uns wie eine Glucke geschaffen hat,
die uns zur Welt brachte
und ihre Flügel über uns deckt.
 

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott
die Kraft,
die uns wie am ersten Schöpfungstag
ins Leben ruft.
Und an Jesus Christus,
das Gotteskind,
von Maria zur Welt gebracht.
Das gottbegabte Menschenkind
hat mit Brüdern und Schwestern gelebt,
sie geheilt und aufgerichtet,
doch gelitten
unter den Menschen,
die an das Gesetz des Todes glaubten.
Ist hineingegangen
In die Mitte des Todes,
wurde von Menschen
in ein Grab getragen,
von Gott
neu ins Leben gerufen.
Er sitzt an der Seite
der Ohnmächtigen,
denen Gott Macht verleiht.
Von dort
kommt die Botschaft zum Leben
an die Lebenden und die Toten.
Ich glaube,
dass Gottes Geist
lebendig macht,
zur Liebe befähigt,
zur Vergebung ruft,
zur Wachsamkeit drängt
und zum Leben auffordert
ewig.
Amen