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Glauben bekennen

Glauben bekennen – Glauben können

Es heißt, viele Menschen pflegen heute eine Art „Patchwork-Religion“, womit gemeint ist, sie nehmen ein wenig Buddhismus, ein wenig Schamanismus, ein wenig Christentum, ein wenig dies und das und mischen sich so das, was sie glauben können und praktizieren wollen. Gut im Sinne der Rede des Apostels Paulus in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Thessalonich (Thessaloniki): „Prüft aber alles, und das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5,21). Das war schon immer so: Menschen, die nach dem Glauben fragen, suchen und finden dann auch Antworten. Manche Antworten waren (und sind) schwierig, Glauben verwässernd oder nichtig machen, andere den Glauben stärkend. Die meisten oder wahrscheinlich alle, die Fragen stellten, waren ernsthafte Leute, die versuchten, die christliche Botschaft in ihren eigenen Zusammenhängen zu verstehen. Sie stellten wichtige Fragen des Glaubens und sahen zu, dass auch andere an dem teilhatten, was sie für das beste Verständnis des Evangeliums hielten. Auch wenn eine Reihe dieser Lehren schließlich von der etablierten christlichen Tradition verworfen wurden, haben sie doch entscheidend und nachhaltig zu dieser Tradition beigetragen. Manche waren „Querdenker“, doch ist ihnen und der Reaktion der Kirche als Ganzer zu einem großen Teil zu verdanken, dass wir solch einen wunderbaren Schatz wie das Apostolische Bekenntnis - und in gewisser Weise sogar das Neue Testament - haben.

Das gehört nun weiß Gott nicht in unseren Zeitgeist: Nicht wir wählen uns einen Gott, welchen auch immer - sondern Gott erwählt sich Menschen. Nicht wir suchen uns aus den zahlreichen religiösen Angeboten das oder die oder den heraus, der uns gerade passt und uns bestätigt, sondern wir sind erwählt und gefordert von Gott. Religion ist nichts zum Selbstmachen. Glaube ist keine Vorleistung und keine Leistung, sondern eine Antwort - Antwort auf die Fragen, die Gott uns stellt: Wer bin ich für dich? Bin ich der, den du möchtest und zur Seite legst, wenn er dir nicht passt - oder bin ich der Gott des Himmels und der Erde, den du unter allen Umständen anbetest und dessen Willen du folgst?  
Michael Becker

Das Apostolische Glaubensbekenntnis – entstanden in den ersten fünfhundert Jahren der christlichen Zeitrechnung – ist eine Richtschnur für den christlichen Glauben. Kann ich das alles so glauben?

Ich glaube an Gott. Ja, keine Frage.

Den Vater. Das ist mir zu wenig und für ein Glaubensbekenntnis schon recht ketzerisch, denn es heißt: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild … und schuf sie als Mann und Frau“ (1. Mose 1,27) und: „So hütet euch nun wohl, … dass ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder einer Frau“ (5. Mose 4,15-16).

Den Allmächtigen. Bei der Frage danach, welche die Macht haben oder für sich beanspruchen, ist es mir sehr wichtig, dass Gott allein alle Macht gehört. Die Frage danach, warum Gott hier oder dort nicht eingreift halte ich aus. Gott ist die Freiheit des Menschen, sich für gut oder böse zu entscheiden, wichtiger als seine Allmacht. Und Gott hat den Menschen gesagt, was gut ist .

Den Schöpfer des Himmels und der Erde. Ich sehe keinen Widerspruch zwischen der wissenschaftlichen Erkenntnis des Entstehens unserer Welt durch den sog. Urknall und dem Bericht über die Schöpfung in sechs Tagen am Anfang der Bibel. Als ob Gott es nicht knallen lassen könnte. Glauben heißt ja nicht, dass ich meinen Verstand irgendwo vergraben muss. Der biblische Bericht erzählt von einem aufeinanderfolgenden Werden in einem 6-Tage-Modell. Wollte ich die Evolutionstheorie in einem 6-Tage-Modell darstellen, sähe das kaum anders aus. Gott ist ewig und nicht unserer Zeit unterworfen. Das haben Menschen schon sehr früh so gesehen und gesagt: vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag und ein Tag wie tausend Jahre (Psalm 90,4 und 2. Petrus 3,8). Wir heute hantieren mit größeren Zahlen und könnten sagen: vor Gott sind aberbillionen Jahre wie ein Tag.

Und an Jesus Christus. Da ist mir Schalom Ben-Chorin (jüdischer Journalist und Religionswissenschaftler) ganz nah: "Jesus ist für mich der ewige Bruder. Ich spüre seine brüderliche Hand, die mich fasst, damit ich ihm nachfolge." Christen und Juden seien von dieser Hand angefasst - zugleich seien Christen und Juden geeint und getrennt durch "Bruder Jesus". Gottes Wort ist nicht erst durch Jesus in die Welt gekommen. Auch Mose und die Propheten haben von Gott gezeugt in Worten und Taten. "Fleischgeworden" ist das Wort dann im - aus christlichen Augen und Herzen gesprochen - Messias/Christus aus Nazaret. Hätte es nicht den christlichen Wahn gegeben, die Juden zu ewigen Schuldigen zu machen, sähen wir die gemeinsamen Wurzeln vermutlich klarer und heller.
Weil es aber diesen zu Grausamkeit gewordenen Wahn gegeben hat, verdunkelt sich auch vieles aus der Geschichte.

Jesus und Christus
Mir erscheint die Trennung des Jesus vom Christus wie ein unerlaubter Trick, mit dem man dem Menschgewordenen seine Göttlichkeit nimmt und damit auch allen Menschen, die noch auf ihre Menschwerdung warten.

Heinrich Böll (1917-1985) Deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1972

Seinen eingeborenen Sohn. Ich finde es sehr schade, dass ausgerechnet die Sohnwerdung Jesu durch die Geburt im Stall in Bethlehem als zu glauben festgeschrieben worden ist. Die Sohnwerdung Jesu durch die Taufe und den Ruf Gottes „Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“, wie es im ältesten Evangelium, dem Markus-Evangelium berichtet wird, ist mir sehr viel näher und macht mir deutlicher, dass auch wir durch die Taufe zu Gottes Kindern werden.

Unsern Herrn. Nicht das Geld. Nicht der Fußball. Nicht der Chef oder die Chefin. Das könnte den Herren der Welt ja so passen, wenn erst nach dem Tode Gerechtigkeit käme, erst dann die Herrschaft der Herren, erst dann die Knechtschaft der Knechte vergessen wäre für immer. Das könnte den Herren der Welt ja so passen, wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe, wenn hier die Herrschaft der Herren, wenn hier die Knechtschaft der Knechte so weiterginge wie immer.

Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden, ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle zur Auferstehung auf Erden, zum Aufstand gegen die Herren, die mit dem Tod uns regieren (Ev. Gesangbuch Nr. 550, Text: Kurt Marti 1970).

Empfangen durch den Heiligen Geist. Dass bei der Zeugung des Göttlichen keine männliche Potenz beteiligt war, finde ich zuweilen bedenkenswert, kann es aber nicht wirklich glauben. Da bin ich bekennende Nicht-Gläubige.

Geboren von der Jungfrau Maria. Ich könnte sagen „geboren von Maria“. Spätestens bei der Geburt war sie ganz bestimmt keine Jungfrau mehr. Und weil ich aus der hebräischen Bibel, dem Alten Testament, übersetzen kann, weiß ich, dass Luther die Stelle bei m Propheten Jesaja, auf die sich die Geburt durch eine Jungrau bezieht, falsch übersetzt hat, denn dort steht „Alma“, und das heißt „junge Frau“, so dass es heißen müsste (Jesaja 7,14): „Siehe, eine junge Frau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel“.

Gelitten unter Pontius Pilatus. Die geschichtlichen Informationen über Pontius Pilatus sagen, dass er sehr grausam gewesen sein soll.

Gekreuzigt, gestorben und begraben. Nach Jürgen Moltmann: Wer ist Christus für mich? 1945 saß ich in einem elenden Gefangenenlager in Belgien. Das Deutsche Reich war zusammengebrochen, die deutsche Kultur durch Auschwitz zerstört, meine Heimatstadt Hamburg lag in Trümmern, und in mir selbst sah es nicht anders aus. Ich fühlte mich von Gott und den Menschen verlassen und es starben die Hoffnungen meiner Jugend. Ich sah keine Zukunft vor mir. In dieser Lage bekam ich von einem amerikanischen Armee-Kaplan eine Bibel in die Hand und begann zu lesen. Zuerst die Klagepsalmen des Alten Testaments: "Ich bin verstummt und muss mein Leid in mich fressen ... ich bin ein Fremdling wie alle meine Väter" (Psalm 39). Dann zog mich die Passionsgeschichte an, und als ich zu dem Todesschrei Jesu kam, wusste ich: Da ist der eine, der dich versteht und bei dir ist, wenn alle dich verlassen: "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Das war auch mein Schrei nach Gott. Ich begann, den leidenden, angefochtenen und gottverlassenen Jesus zu verstehen, wie ich mich von ihm verstanden fühlte. Und ich begriff: Dieser Jesus ist der göttliche Bruder in unserer Not. Er trägt Hoffnung zu den Gefangenen und Verlassenen. Er ist der Erlöser von der Schuld, die uns niederdrückt und uns jede Zukunft raubt. Mich ergriff damals eine Hoffnung, wo menschlich gesehen so wenig zu hoffen war. Ich fasste Lebensmut, wo man vielleicht auch gern Schluss gemacht hätte. Diese frühe Gemeinschaft mit Jesus, dem Bruder im Leiden und dem Erlöser von Schuld, hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Jesus der Gekreuzigte ist der Christus für mich.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten. Fakt ist, dass es eine nennenswerte Gruppe von Menschen um Jesus gab, die berichtete, Jesus sei von den Toten auferstanden. Außerbiblische Berichte machen sich darüber lustig. Schwer zu glauben war es bereits auch für die ersten Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu. Ihnen schreibt der Apostel Paulus (1. Korinther 15,12-18): „Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

Aufgefahren in den Himmel. Mich hat eine Weile die Frage beschäftigt, warum er denn nun geht. Er hätte doch bleiben und den Menschen weiter von Gott erzählen und ihnen helfen können…. Die beste Antwort, die ich je gehört habe, ist von einem Kind: Wenn er geblieben wäre, hätte er nur den Menschen seiner Zeit und in seiner Umgebung helfen können. So kann er allen helfen, immer.

Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Jesus ist für uns eine Art Stellvertreter im Himmel, erzählt der Text Matthäus 10,26b-33. Jesus selbst sagt aber etwas sehr Ungewöhnliches in diesen Versen: "Ich tue im Himmel dasselbe", sagt er, "was ihr auf Erden tut; ich bekenne mich zu euch, wenn ihr euch zu mir bekennt, aber ich werde euch verleugnen, wenn ihr mich verleugnet."

Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Die ersten Christinnen und Christen dachten, dass sie das noch selbst erleben werden. Ob es im Jahr 2014 sein wird? Lukas 12,40 sagt: „Der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“. Und Jesus sagt (Johannes 5,28-30): „Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, heißt es im Römerbrief (8,35f). Diese tiefste Gewissheit erfahren wir nicht, wenn wir uns wie die Kinder in den Mantel Gottes wickeln wollen und dann beim Erwachsenwerden glauben, ihn nicht mehr zu benötigen. Es ist zu kalt auf der Welt, als dass wir meinen könnten, es ließe sich ohne diesen Mantel leben. Die Gnade wärmt uns, aber sie hilft uns zugleich, am Mantel Gottes mitzustricken.
nach: Dorothee Sölle, Es muss doch mehr als alles geben

Ich glaube an den Heiligen Geist. Ja, keine Frage.

Die Heilige christliche Kirche. Ich glaube, dass es diese Heilige christliche Kirche wirklich gibt, aber in der real existierenden Kirche nur bedingt zu finden ist.

Gemeinschaft der Heiligen. Ein Leben für andere als klares, selbst gewähltes Ziel war nicht sein Credo. Das war nicht die Grundlage seiner Lehre. Wenn er sagt: "Vergebt euren Feinden", meint er nicht Vergebung den Feinden zuliebe, sondern sich selbst zuliebe, und dass Liebe etwas Schöneres ist als Hass. Als er den Jüngling, den er ansah und sogleich lieb hatte, inständig bat: "Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen", ging es ihm nicht um die Not der Armen, sondern um die Seele des Jünglings, diese schöne Seele, die vom Reichtum verdorben wurde. Seine Lebensauffassung ist die des Künstlers, der weiß, dass durch das unerbittliche Gebot der Selbstvollendung der Dichter singen, der Bildhauer in Bronze denken und der Maler die Welt zum Spiegel seiner Empfindungen machen muss, so sicher und unausweichlich, wie der Weißdorn im Frühling blüht, das Korn zur Erntezeit zu Gold heranreift und der Mond sich auf seiner vorgezeichneten Bahn vom Schild zur Sichel und von der Sichel zum Schild wandelt. Aber auch wenn Christus nicht zu den Menschen sprach: "Lebt für andere", machte er doch deutlich, dass es zwischen dem Leben der anderen und dem eigenen Leben nicht den kleinsten Unterschied gibt. Damit verlieh er dem Menschen eine grenzenlose, eine titanische Persönlichkeit. Seit seinem Kommen ist die Geschichte jedes einzelnen Individuums die Geschichte der Welt, oder kann es jedenfalls sein (Oscar Wilde (1854-1900), aus: De profundis (Brief aus dem Gefängnis, 1897).

Meinst du, es läge auf der Straße deines Lebens auch nur ein Stein, ein hindernder, vergebens. Er mag nun hässlich groß sein oder klein, glaub nur: Da wo er liegt, da muss er sein. Gewiss nicht, um dein Weitergehen zu hindern, gewiss nicht, um dir Kraft und Mut zu mindern. Nur darum legte in den ebnen Sand des Weges ihn dir eine gütige Hand, damit du dir den Stein recht sollst beschauen und dann mit Gott in gläubigem Vertrauen darüber reden sollst und sollst ihn fragen, was er dir mit dem Hindernis will sagen. Und bist du Gott an jedem Stein begegnet, so hat dich jeder Stein genug gesegnet. (Quelle unbekannt)

Vergebung der Sünden. Du kannst vieles vergessen, sogar dich selbst. Einer kann dich nicht vergessen, weil du SEIN Gedanke bist. Du kannst vieles verlieren, sogar dich selbst. Einer kann dich nicht verlieren, weil ER dich in seine Hand gezeichnet hat. Du kannst vieles zerstören, sogar dich selbst. Einer kann dich nicht zerstören, weil ER dich ins Sein gerufen hat. Wenigstens heute will ich daran denken, dass Gott mich mehr liebt, als ich mich lieben kann.

Auferstehung der Toten. Der Apostel Paulus schreibt (Römer 6,3-9+22-23): „Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen….Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben. Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke

Und das ewige Leben.
Vielleicht ist es kein Weggehen,
sondern ein Zurückgehen?
Sind wir nicht alle unterwegs
mit ungenauem Ziel
und unbekannter Ankunftszeit?
Wohin sollten wir gehen
wenn nicht nach Hause zurück?
Anne Steinwart